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Kündigungsfrist in der Probezeit: Wichtige Regeln

30. Januar 2026

Effektiv Manövrieren: Wie Die Kündigungsfrist in der Probezeit geregelt wird

Die Probezeit ist eine entscheidende Phase sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Sie bietet beiden Parteien die Möglichkeit, herauszufinden, ob sie langfristig zusammenarbeiten möchten. In dieser Zeitspanne gelten jedoch besondere Regeln und Bestimmungen, insbesondere was die Kündigungsfristen betrifft. Dieser Blogbeitrag beleuchtet praxisnah und informativ, wie Du Dich in der Probezeit sicher durch das Regelwerk der Kündigungsfristen navigieren kannst.

Was ist die Probezeit?

Die Probezeit ist ein befristeter Zeitraum am Anfang eines Arbeitsverhältnisses, der es beiden Parteien ermöglicht, sich kennenzulernen und zu entscheiden, ob sie langfristig zusammenarbeiten möchten. Sie dauert in der Regel sechs Monate, kann aber je nach Vereinbarung kürzer sein.

Kündigungsfristen während der Probezeit

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen einer regulären Anstellung und einer Anstellung auf Probe liegt in den Kündigungsfristen. Während außerhalb der Probezeit oft längere Fristen gelten können, sind diese innerhalb der Probezeit meist verkürzt:

  • Zwei Wochen Frist: Laut § 622 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist während der Probezeit zwei Wochen.
  • Sofortige Wirkung: Diese Frist gilt ab dem Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung beim Empfänger.
  • Anpassungen durch Tarifverträge: Beachte jedoch mögliche Abweichungen durch geltende Tarifverträge oder individuelle Vereinbarungen im Arbeitsvertrag.

Praxistipps für Arbeitnehmer

Als Arbeitnehmer solltest Du einige wichtige Punkte beachten, um gut vorbereitet zu sein:

  • Detaillierte Prüfung des Arbeitsvertrags: Lies Deinen Vertrag genau durch und achte auf spezielle Klauseln bezüglich Deiner Rechte und Pflichten während der Probezeit.
  • Konstruktives Feedback einholen: Nutze regelmäßige Gespräche mit Deinem Vorgesetzten zur Klärung von Erwartungen und zur Verbesserung Deiner Leistung.
  • Bewerbungsalternativen bereithalten: Auch wenn alles gut läuft, halte stets Alternativen bereit – dies gibt Dir Sicherheit und Flexibilität.

Praxistipps für Arbeitgeber

Nicht nur Arbeitnehmer müssen sich vorbereiten; auch Arbeitgeber sollten einige Aspekte berücksichtigen:

  • Klarheit schaffen: Stelle sicher, dass alle vertraglichen Details klar kommuniziert werden. Dies verhindert Missverständnisse und schafft Vertrauen.
  • Laufendes Feedback geben: Ermögliche regelmäßiges Feedback an den Mitarbeiter über seine Leistungen sowie Bereiche zur Verbesserung.
  • Zukunftsperspektiven aufzeigen: Wenn Du mit einem Mitarbeiter zufrieden bist, signalisiere ihm frühzeitig mögliche Entwicklungschancen im Unternehmen.

Rechtliche Rahmenbedingungen verstehen

Es ist wichtig zu wissen, dass trotz verkürzter Fristen bestimmte rechtliche Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen:

  • Starker Schutz vor Diskriminierung: Auch während der Probearbeit darf keine Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder anderen geschützten Merkmalen erfolgen.
  • Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften: Alle gesetzlichen Vorschriften zum Arbeitsschutz, Mutterschutz usw. müssen eingehalten werden.

Fazit: Die Probearbeit stellt eine wertvolle Gelegenheit dar, um Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufzubauen. Indem du dich gründlich über deine Rechte informierst und proaktiv handelst, kannst du erfolgreich manövrieren, um das Beste aus dieser entscheidenden Phase deiner Karriere herauszuholen.